| Stubentiger oder Mäusefänger |
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Ein Thema, dass oft auch zwischen Experten einige Diskussionen entfachen kann: Ist es artgerecht, eine Katze in einer Wohnung / einem Haus einzusperren, ohne ihr Freigang zu gewähren. Man sollte, wie so oft im Leben, diese Frage nicht pauschal beantworten, sondern etwas differenzierter betrachten. In einer Hinsicht sind sich fast alle Tierschützer einig: Eine Katze, die Freigang gewohnt ist, einzusperren ist Quälerei für die Katze (und damit auch für die Besitzer). Einer erwachsenen Katze reichen oft wenige Tage Freigang, um sich so sehr daran zu gewöhnen, dass sie sich nicht mehr einsperren lässt. Was jedoch ist mit den Katzen, die z.B. in der Wohnung geboren sind? Wenn man der Meinung ist, dass Katzen immer Freigang bekommen müssen, würde man nach unserer Sicht der Dinge vielen Menschen in Deutschlands verkehrsintensiven Innenstädten die Katzenhaltung unmöglich machen - da es für uns auch nicht artgerecht ist, Katzen dorthin zu vermitteln, wo es mit großer Wahrscheinlichkeit nur eine Frage der Zeit ist, bis ihr etwas zustößt. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass sich Katzen durchaus mit einer einigermaßer geräumigen Wohnung zufrieden geben, wenn verschiedene Dinge beachtet werden: - Die Katze darf, wie bereits erwähnt, keinen Freigang gewohnt sein. Katzen, die als Babys mal einige Tage zusammen mit ihrer Mutter Frischluft geschnuppert haben, werden dadurch nicht zu Freigängern, aber man muss sehr sorgfältig überlegen, ob die Wohnungshaltung für eine bestimmte Katze in Frage kommt. - Katzen alleine in der Wohnung zu halten, geht erfahrungsgemäß meist schief. Die Katzen fangen irgendwann an, sich zu langweilen, weil der Mensch oder auch etwa Hunde keine vollwertigen Spielgefährten sind. Die Folgen von Katzenlangeweile können verschiedene Formen annehmen - manche verewigen sich an ihren Möbeln oder Tapeten, einige (recht viele sogar) werden unsauber, andere fressen den Frust in sich hinein und werden krank. Daher vermitteln wir Wohnungskatzen immer nur im Doppelpack - und bisher hat es noch niemand bereut, den wir von einer Zweitkatze überzeugen konnten. Man hat dadurch nicht mehr Verantwortung (eher sogar weniger, weil man auch ruhigen Gewissens mal längere Zeit wegbleiben kann), man hat nicht mehr Arbeit, denn ob Sie einen Futternapf füllen oder zwei, ist nicht wirklich eine Zeitfrage. Man sollte sich allerdings darüber bewusst sein, dass einen die doppelten Kosten erwarten. Andererseitsist das Verletzungs- oder Unfallrisiko bei Haustieren wesentlich geringer, so dass sich vielleicht doch keine Verdopplung gegenüber einer Freigängerkatze ergibt. - Wohnungskatzen muss man etwas mehr bieten als Freigängern. Der Spieltrieb ist der Katze nämlich angeboren und wird nicht erst durch die frische Luft geweckt. Man sollte also vermehrt Kratzbäume aufstellen und ander Möglichkeiten zum Spielen anbieten. Dazu muss man nicht einmal teure Spezialartikel im Fachhandel kaufen: Schraubverschlüsse von Wasserflaschen, Tischtennisbälle oder ein Karton mit ein, zwei Löchern wecken oft schon das Interesse Ihres Stubentigers. Besonders beliebt auch der Laserpointer, der fast jede Katze völlig die Kontrolle verlieren lässt! |




















