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Jahreshauptversammlung, Katzenflut und ein Appell
Geschrieben von: Norbert Koch   
Dienstag, den 23. September 2008 um 21:55 Uhr

Dieses Jahr verzeichnete die Jahreshauptversammlung 15 Teilnehmer. Nicht viel, werden Sie sagen. Aber immerhin doch mehr als im letzten Jahr. Und im Verhältnis zur Vereinsgröße sogar eine erfreulich hohe Zahl.

Auf der Tagesordnung stand die Neuwahl des/der zweiten Vorsitzenden. Unser langjähriges Vorstandsmitglied Martina Diehl hat sein Amt niedergelegt. Wir möchten ihr an dieser Stelle noch einmal danken und freuen uns, dass sie weiter aktiv bei uns mitarbeiten wird.

Neu gewählt wurde dann eine andere Martina: Wir freuen uns, dass sich Martina Küstner-Röcher bereit erklärt hat den Posten zu übernehmen. Martina leitet zusammen mit ihrem Mann unsere Pflegestelle in Eiserfeld. Derzeit sind die Beiden zusammen mit unserer Geschäftsführerin Manuela Görg rund um die Uhr unterwegs um verwilderte Katzen in Niederschelden einzufangen. Die Tiere werden tierärztlich behandelt und - soweit möglich - kastriert. Jungkatzen werden aufgenommen und gezähmt und sollen vermittelt werden.

Ein wichtiges Thema der Jahreshauptversammlung war die Flut von Katzen, mit der sich im Moment nicht nur unser Verein konfrontiert sieht. Gerade in den letzten Wochen und Monaten häufen sich die Anrufe wegen Katzen, die am besten sofort abgegeben werden sollen. Unsere Pflegestellen platzen aus allen Nähten. Am Samstag konnte ich mich selbst davon überzeugen, dasss es im Katzenhaus des Tierheimes Siegen ähnlich dramatisch aussieht. Einen Kater, der im Katzenhaus nur verängstigt in der Ecke saß, haben wir auf Bitte von Frau Engel, der Leiterin des Katzenhauses, in unsere Pflegestelle übernommen. Inzwischen blüht der Kerl richtig auf. Ich möchte an dieser Stelle Frau Engel und dem Tierschutzverein Siegen für die gute Zusammenarbeit bei Fang und Pflege verwilderter Katzen danken.

Was brauchen wir und woran mangelt es im Moment am meisten?

In einem Wort: Pflegestellen. Im Moment müssen wir zu viele Katzen abweisen, weil einfach kein Platz mehr ist.

Wie stellen wir uns die ideale Pflegestelle vor? Sie sollten einen Raum haben, in dem Sie ein oder auch mehrere Tiere aufnehmen könnten. Sie sollten mobil sein, damit Tierarztbesuche kein Problem sind. Nicht nur Sie, auch Ihr/e Mitbewohner/innen sollten Katzen mögen und Sie in Ihrer Tierschutzarbeit unterstützen. Der schwierigste Teil: Sie sollten bereit sein, sich um die Vermittlung Ihrer Tiere zu kümmern und sie am besten auch in das neue Zuhause bringen. Bei all dem werden Sie von unseren erfahrenen aktiven Mitglieder mit Rat und Tat unterstützt. Sie werden nicht allein gelassen! Also fassen Sie sich ein Herz und melden Sie sich bei uns! Sie helfen uns schon, wenn Sie nur eine Katze aufnehmen können. Wir freuen uns auf Sie.

 
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