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TASSO warnt vor unüberlegten tierischen Weihnachtsgeschenken

Vor allem Hundewelpen

und Katzenkinder gehören nicht unter den Christbaum

Alle Jahre wieder sehen sich Tierheime mit einer Flut von Vierbeinern konfrontiert, deren Besitzerwechsel erst wenige Wochen zurückliegt. Dabei handelt es sich um Weihnachtsgeschenke für Kinder, überwiegend kleine Hunde und Katzen, oft auch Meerschweinchen und Hamster. Nach der anfänglichen Freude über das „Spielzeug“ vergeht den Beschenkten offenbar recht schnell die Lust am neuen Hausgenossen, mutmaßt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale im hessischen Hattersheim. „Ein Haustier bringt auch Verantwortung mit sich“, so der Tierschützer. „Auf der Tagesordnung stehen nicht nur Kuscheln, Schmusen und Streicheln, sondern auch regelmäßiges Gassi gehen, Saubermachen und Füttern. Manche Kinder sind damit überfordert. Wenn dann die Eltern nicht mitspielen, wird das unüberlegt geschenkte Haustier zur Belastung.“ Diese Einschätzung findet sich durchgängig auch bei Tierheimen in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München, wie diese auf Nachfrage bestätigten.

Philip McCreight appelliert an Eltern, Kindern keine Tiere zu Weihnachten zu schenken. Oder nur dann, wenn zuvor ganz klar über die notwendige Pflege und die Zuständigkeiten gesprochen wurde. „Auf Welpen unterm Christbaum sollte man aber grundsätzlich verzichten“, empfiehlt McCreight. „Damit sie möglichst schnell stubenrein werden, zerren manche frischgebackenen Hundebesitzer die kleinen, noch sehr empfindlichen Tiere durch den Schnee. Das kann mit bösen Erkältungen oder einer Lungenentzündung enden.“ Die beste Zeit, sich einen jungen Hund ins Haus zu holen, sei das Frühjahr. „Dann macht es auch mehr Spaß, draußen mit dem Hund herumzutollen“, sagt McCreight und verweist auf die Tierheime, in denen recht häufig schon bereits stubenreine junge Vierbeiner sehnsüchtig auf ein neues Herrchen oder Frauchen warten.

TASSO e.V.
Frankfurter Str. 20 ● 65795 Hattersheim ● Germany
Telefon: +49 (0) 6190.937300 ● Telefax: +49 (0) 6190.937400

www.tasso.net

Private Pflegestellen sind keine Tierheime

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat entschieden, dass private Pflegestellen rechtlich nicht mit Tierheimen gleichzusetzen sind und damit auch nicht die besonderen Bestimmungen erfüllen müssen, denen Tierheime unterliegen. Geklagt hatte die Aktionsgemeinschaft für Tiere Langenfeld/Monheim. Das vollständige Urteile kann man hier nachlesen. Auslöser war eine Klage des Amtsveterinärs des Kreises Mettmann gegen den Verein, der - wie der Katzenschutz-Verein Siegen e.V. - private Pflegestellen betreibt. Es ist nunmehr ganz klar geregelt, dass private Pflegestellen weder genehmigt noch vom Amtsveterinär abgenommen werden müssen.

Wir hoffen, dass die größere Rechtssicherheit auch dazu führen wird, dass sich mehr Menschen bereit finden Pflegetiere zu Hause aufzunehmen.

Kastrationspflicht in Paderborn

Ab sofort gilt in der Stadt Paderborn eine Kastrationspflicht für Katzen! Damit ist Paderborn Vorreiter in Deutschland.

Der Katzenschutzverein Siegen begrüßt diese Entscheidung, die von vielen Tierschutzvereinen Deutschlands schon lange gefordert wird.

Die Vorlage des Amtes für öffentliche Ordnung in Paderborn führt dazu vier Begründungen auf:

  1. gesundheitliche Gefahren für Menschen und für Haustiere
  2. moralische und hygienische Belästigung der Bevölkerung;
  3. Dezimierung frei lebender, teilweise bestandsbedrohter Tiere; (damit sind insbesondere Vögel gemeint)
  4. Qualen verletzter und/oder kranker Katzen.
Der vollständige Text der Vorlage kann hier nachgelesen weden.

Schneckenkorn kann tödlich sein!

Nicht nur Schnecken werden von Schneckenkorn angezogen. Auch auf Hunde scheint das Gift - entgegen so mancher Packungsbeilage - anziehend zu wirken. Hat ein Hund das Gift gefressen, muss schnellstens ein Tierarzt aufgesucht werden.

Weitere Informationen hier und hier.

Streunende weiße Katze

Heute fiel uns im Seelbacher Wald oberhalb der Grillhütte eine weiße Katze auf. Das Tier ist nicht verwildert, nur ein wenig scheu, lässt sich aber nicht anfassen. Da es schmutzig aussieht, ist es wohl schon länger unterwegs. Wir versuchen es mit einer Lebendfalle einzufangen.

Vermisst jemand eine weiße Katze?

Die Katze könnte natürlich auch an der Autobahnraststätte, die nicht weit ist, ausgesetzt worden sein. Das kommt leider auch nicht selten vor.

Vorsicht vor Katzenfängern

In Eiserfeld sind wieder Körbe von Altkleidersammlern an Haushalte verteilt worden.

Es gibt Hinweise, dass im Zusammenhang mit solchen Aktionen ausspioniert wird wo Katzen leben um sie dann später einfangen zu können.

Achten Sie auf Ihre Tiere! Am besten wäre es, wenn Sie Ihre Katze nur tagsüber ins Freie lassen.

Achten Sie auf Fahrzeuge mit ortsfremden Kennzeichen! Katzenfänger verwenden im Regelfall Lieferwagen, bei denen häufig die Seitenfenster zugeklebt sind.

Hier finden Sie weitere Informationen:

IG Katzenfreunde gegen Katzenklau

Haustierdiebstahl in Deutschland